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Wie zuverlässig sind Sonnenschutzmittel für Kinder?

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Wie zuverlässig sind Sonnenschutzmittel für Kinder?

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Mit dem Sommer kommt die Zeit der Badefreuden und der Sonnenbrände. Dabei gehört Sonnecreme inzwischen zur Standardausrüstung, aber nicht immer ist der Schutz optimal. Diverse Produkte werben mit hohen Lichtschutzfaktoren speziell für empfindliche Kinderhaut.Und die meisten Menschen glauben, was auf der Packung steht.

Von wegen! Das französische Verbraucherschutz-Magazin “60 millions de consommateurs” hat zehn Sonnenschutzmittel für Kinder getestet, die mit hohen Lichtschutzfaktoren werben. Sechs von ihnen halten ihr Versprechen nicht. Und bei einigen verschleiern entzündungshemmende Mittel die Wirkung, erläutert der Chefredakteur der Zeitschrift, Tomas Laurenceau.
“Dadurch, dass ein Entzündungshemmer enthalten ist, errötet die Haut nicht. Der Sonnebrand ist nicht sichtbar und man glaubt sich geschützt. Was jedoch nicht mehr der Fall ist. Aber das Alarmsignal fällt aus.”

Die Experten des französischen Magazins führten ihre Untersuchungen nicht mit freiwilligen Versuchspersonen, sondern im Labor durch.
Dabei wurden durchsichtige, mit Sonnencreme bestrichene Plastikscheiben verwendet, um zu testen, ob UV-Strahlen die Schutzmittelschicht durchdringen können.

Anders als Haut reagiert Plastik nicht auf die entzündungshemmenden Zusätze. Die Wirkung des Mittels wird nicht verstärkt. So lassen sich die schwarzen Schafe herausfiltern, die bei der Angabe des Lichtschutzfaktors offensichtlich übertreiben.

Fazit: Nicht alle Produkte schützten gleich zuverlässig. Ärzte empfehlen in jedem Fall, besonders bei Kindern, regelmäßiges Eincremen. Darüber hinaus sollten empfindliche Menschen und Kinder grundsätzlich die pralle Sonne meiden.