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Athen muss weitere Reformen umsetzen

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Athen muss weitere Reformen umsetzen

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Die Lage in Griechenland bleibt angespannt. In Athen sind am Dienstag erneut Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Entlassungen im Kommunalbereich zu protestieren. Die Finanzminister der Eurozone hatten Griechenland weitere drei Milliarden Euro an Finanzhilfe in Aussicht gestellt, 2,5 Milliarden sollen noch im Juli ausgezahlt werden. Laut Experten wird Athen damit weiter an der kurzen Leine gehalten. “Das ist meiner Meinung nach ein Kompromiss”, erklärt Analystin Jane Foley. “Griechenland bekommt wohl das Geld, aber nur tröpfchenweise. Hoffentlich wird dadurch eine Eskalation der Krise vermieden, aber das bedeutet natürlich auch, dass der Druck auf Athen anhält, die Reformen zügig umzusetzen.”

Tatsächlich ist die Freigabe der Gelder formell noch in Schwebe – eine Entscheidung soll Ende nächster Woche fallen und ist an die Umsetzung von Reformen geknüpft. So gestattet die Eurogruppe eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer für Restaurants, Cafés und Supermärkte von 23 auf 13 Prozent nur dann, wenn Griechenland den dadurch entstehenden finanziellen Verlust in Höhe von rund 100 Millionen Euro selbst abdecken kann.