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IWF senkt Wachstumsprognose weiter ab

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IWF senkt Wachstumsprognose weiter ab

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Die Weltwirtschaft kommt nicht in Fahrt und das macht dem Internationalen Währungsfonds immer mehr Sorgen. In ihrer jüngsten Prognose zeigten sich die Experten pessimistischer als bisher: Für 2013 sagten sie ein Wachstum von nur mehr 3,1 Prozent voraus, ein Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem letzten Ausblick im April. Japan und die USA sollen demnach ein leichtes Wirtschaftswachstum erzielen, die Eurozone hingegen rutscht um 0,2 Prozentpunkte tiefer ins Minus als erwartet. “Für Europa prognostizieren wir 2013 ein negatives Wachstum”, so IWF-Chefökonom Olivier Blanchard. “Das hat nicht nur mit der schlechten Entwicklung in Spanien und Italien zu tun, sondern auch mit schwächeren Wachstumsraten in den Kernländern. 2014 wird die Wirtschaft dann wieder etwas Fahrt aufnehmen, aber das Wachstum bleibt weiterhin sehr niedrig.”

Von der EZB erwartet der IWF eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Am Montag hieß es, der ohnehin bereits historisch niedrige Leitzins müsse noch weiter gesenkt werden, um die Nachfrage zu stützen und dem Deflationsdruck entgegenzuwirken. Tatsächlich allerdings legte zuletzt die Inflation im Euroraum kontinuierlich zu, wenn sie auch nach wie vor leicht unter dem von der EZB angestrebten Wert liegt.