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Nach Explosion in Beirut: Israel weist Anschuldigungen zurück

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Nach Explosion in Beirut: Israel weist Anschuldigungen zurück

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Bei der Explosion einer Autobombe im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut sind laut den Behörden mindestens 53 Menschen verletzt worden, offenbar kam aber niemand ums Leben. Der Sprengsatz ging in der Nähe eines religiösen Zentrums der pro-syrischen Schiitenpartei Hisbollah hoch, die den betroffenen Stadtteil kontrolliert.

Der libanesische Innenminister Marwan Charbel machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Er sagte: “Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich sehe. Ich weiß nicht, was das Ziel dieser Tat ist. Hier wird versucht, einen Keil zwischen Sunniten und Schiiten zu treiben. Ich versichere allen, dass sich aber weder Sunniten noch Schiiten da hineinziehen lassen, egal, was passiert.”

Während noch unklar ist, wer die Bombe gezündet hat, beschuldigen einige Israel, hinter der Explosion zu stecken. Der Parlamentarier Hikmat Dib sagte: “Der Feind bedient sich verschiedener und vielfältiger Werkzeuge. Aber es gibt nur einen Feind und ein Ziel. Der Feind nimmt sich nun, was er sich in seinen Kriegen nicht nehmen konnte. Dies ist eine bedeutende Gegend, sie hat Würde. Hier regelt man die Dinge von Angesicht zu Angesicht, und nicht auf diese feige Art.”

In Israel sieht man das anders. Von der Regierung dort hieß es, man habe mit der Autobombe nichts zu tun, die Ursache liege woanders. Verteidigungsminister Mosche Jaalon meinte: “Der syrische Bürgerkrieg hat wegen des Einsatzes der Hisbollah dort längst auf den Libanon übergegriffen. Hier handelt es sich vor allem um einen Kampf zwischen Schiiten und Sunniten, und zwar auch im Libanon. Wir haben damit nichts zu tun und werden uns auch nicht einmischen.”

Inzwischen sollen zwei Verdächtige festgenommen worden sein. Seit die Hisbollah offen für Syriens Präsidenten Baschar al-Assad kämpft, wird sie immer häufiger von Assad-Gegnern angegriffen.

  • Lebanon: Beirut bomb blast

    Anadolu agency 09/07/2013