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Behörden fürchten radioaktive Verseuchung des Meeres durch Kraftwerk Fukushima

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Behörden fürchten radioaktive Verseuchung des Meeres durch Kraftwerk Fukushima

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Die japanische Atomaufsichtsbehörde hegt den Verdacht, dass stark radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima in den Boden und ins nahe gelegene Meer austritt. Der Betreiber Tepco hatte tags zuvor gemeldet, man habe in dieser Woche eine weitaus stärkere Belastung mit Caesium 134 und 137 in Grundwasserproben gemessen als am vergangenen Freitag. Die Ursache war nicht bekannt.

Nach der Havarie vor zwei Jahren hatte Tepco die Reaktoren mit zusätzlichem Sprühwasser gekühlt. Dieses radioaktiv belastete Wasser bereitete in der Vergangenheit Probleme, weil die Behälter, in denen es gelagert wurde, undichte Stellen hatten.

Ex-Kraftwerksdirektor Masao Yoshida starb an diesem Dienstag an Speiseröhrenkrebs. Tepco betonte, seine Erkrankung habe nichts mit dem GAU zu tun. Yoshida gilt in Japan als Held, da er entgegen den Anweisungen der Geschäftsleitung die Anlage nach der Havarie weiter mit Meerwasser kühlte und auch im schlimmsten Moment der Katastrophe im Kraftwerk blieb.