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Chinas Exportwirtschaft leidet unter Europas Problemen

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Chinas Exportwirtschaft leidet unter Europas Problemen

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Die chinesische Wirtschaft durchläuft eine Schwächephase: Im Juni gingen die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt überraschend zurück, um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es ist das erste Export-Minus Chinas seit 17 Monaten. Die meisten Experten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von bis zu vier Prozent gerechnet – aber nicht alle. Peter McGuire von Baxter FX etwa ist, wie er sagt, nicht überrascht: “Das ist nicht überraschend und diese Entwicklung wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen. China verzeichnete viele Jahre lang ein starkes Wachstum und das kann natürlich nicht ewig so weitergehen.”

Vor allem die schwache Konjunktur in Europa macht Chinas Exportwirtschaft zu schaffen, dazu kommt, dass der chinesische Yuan, der lange als unterbewertet galt, inzwischen deutlich stärker geworden ist. Auch die Importe gingen leicht zurück. Ökonomen rechnen damit, dass die chinesische Wirtschaft sich im zweiten Quartal verlangsamt. Die Zentralbank will den Geldhahn trotzdem nicht weiter aufdrehen, denn die Inflation legte im Juni überraschend stark zu, vor allem wegen der gestiegenen Lebensmittelpreise.