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Ereignisse in Ägypten überschatten Fastenmonat Ramadan

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Ereignisse in Ägypten überschatten Fastenmonat Ramadan

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Für die Ägypter hat der Fastenmonat Ramadan begonnen: In diesem Jahr wird aber auch diese besondere Zeit durch die politischen Ereignisse geprägt. Anhänger
des gestürzten Staatspräsidenten Mohammed Mursi versammelten sich am frühen Morgen vor einer Moschee in der Hauptstadt Kairo: Dort nahmen sie gemeinsam das letzte Essen ein, das ihnen für den Rest des Tages bis Sonnenuntergang erlaubt ist.

“Am schlimmsten ist es zu sehen, wenn ein Moslem von einem anderen Moslem getötet wird”, sagt ein Mann hier. “Der Ramadan beginnt, aber wir haben nicht dieses Glücksgefühl: Wie soll das auch gehen, wo doch unsere Brüder getötet wurden?”

“Der Beginn des Ramadan wird den Ägyptern Freude bringen”, meint eine Frau. “Mohammed Mursi wird wieder unter uns sein, mit uns beten, und hoffentlich werden wir das Ramadanende zusammen begehen.”

Der neue Regierungschef für eine Übergangszeit, Hasem Beblawi, versucht nun, seine Minister aufzustellen. Klar ist aber, dass wichtige Kräfte sich verweigern, wie – aus naheliegenden Gründen – die Partei der Moslembruderschaft, deren Reihen Mursi entstammt. Ob andere strenggläubige Moslems sich einbinden lassen, ist offen.