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Griechenlands Staatsfernsehen: Aus eins mach zwei

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Griechenlands Staatsfernsehen: Aus eins mach zwei

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Das staatliche Fernsehen Griechenlands sendet wieder – allerdings unter anderem Namen und von einem anderen Standort aus. EDT soll zunächst nur Filme und Dokumentationen zeigen. Nachrichten werden eingeblendet.

Auf allen Frequenzen läuft nur ein Programm – vor der Schließung des Senders ERT vor einem Monat gab es drei TV-Kanäle. Von dessen früheren Angestellten kommt Protest. Der Journalist Nikos Tsimpidas meint, “das ist ein Piratensender, ein illegales Konstrukt. ERT muss das Fernsehen der Angestellten und der griechischen Menschen bleiben, es darf kein Privatfernsehen werden.” Der frühere Chef der technischen Abteilung Nikos Michalitsis beschwert sich, “dieser Netzwerkanbieter mit der Lizenz der Hellenischen Telekom und Post existiert nicht. Deswegen ist dieser Schritt illegal.”

Das neue Fernsehen EDT wird zunächst von einem Privatstudio gesendet – das Gebäude steht unter Polizeischutz.

Die rund 2700 Angestellten des geschlossen Staatsrundfunks halten ihren früheren Sender seit einem Monat besetzt, sie senden via Internet, ohne dafür Geld zu bekommen.

Die Einschätzung der euronews-Journalistin Nicoleta Drouga in Athen:
“Die Angestellten der ERT sind weiter bei der Arbeit. Ihrer Meinung nach ist es illegal, dass EDT auf Sendung ist, es würden öffentliche Gelder verschwendet. Sie sind fest entschlossen, mit allen legalen Mitteln zu kämpfen.”