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Juncker stürzt über Abhöraffäre

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Juncker stürzt über Abhöraffäre

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Der Luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker will zurücktreten. Juncker erklärte am Ende der Parlamentsdebatte über die Abhöraffäre, man habe seine Aussagen über Fehler im Dienst nicht verstanden. Er habe nie gedacht, dass sein Kaoltionspartner ihm in den Rücken falle werde. Er stelle fest, dass es im Parlament eine große Mehrheit für vorgezogene Wahlen gebe.

Juncker will am Donnerstag den Großherzog aufsuchen und ihm seinen Rücktritt anbieten und vorgezogene Neuwahlen vorschlagen. Ein Untersuchungsausschuss hatte Juncker die politische Verantwortung für seltsamen Machenschaften des luxemburgischen Geheimdienstes, darunter illegale Abhörmaßnamen gegeben. Juncker wies vor den Abgeordneten die Vorwürfe zurück. Er habe den Ministern alle relevanten Informationen übermittelt. Auch eine Kontrollkommission des Parlaments sei informiert worden. Der 58-Jährige räumte jedoch ein, der Geheimdienst sei nicht seine erste Priorität gewesen.

Der Geheimdienst Srel soll mehrere illegale Abhöraktionen durchgeführt haben. In einem Fall nahm des Geheimdienstchef mit einer präparierten Uhr ein Gespräch mit Juncker auf. Im Kern der Affäre steht eine Serie von Sprengstoffanschlägen, die von Elitepolizisten verübt worden sein sollen.