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Mordfall schürt Hass gegen Zuwanderer aus dem Nordkaukasus

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Mordfall schürt Hass gegen Zuwanderer aus dem Nordkaukasus

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In der südrussischen Stadt Pugatschow kocht die Volksseele – und ist seit Tagen nicht zu beruhigen: Seit ein junger Tschetschene am Samstag im Streit um ein Mädchen einen zwanzig Jahre alten Russen niederstach. Dieser erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Seitdem versammeln sich die Bewohner regelmäßig und demonstrieren gegen die Zuwanderer aus Tschetschenien und dem restlichen Nordkaukasus: “Aussiedeln” oder “Ab mit den Tschetschenen in die Berge” skandieren sie, zwischenzeitlich blockierten sie die Bundesstraße.

Die Sicherheitskräfte hinderten aufgebrachte Bewohner am Niederbrennen eines Cafés, das von Muslimen besucht wird. Der Vize-Gouverneur und der Regionalchef der Polizei versuchten persönlich, die Gemüter zu beruhigen. Der Gouverneur versprach eine Untersuchung. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und ist geständig.