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Nord- und Südkorea verhandeln weiter über Wiedereröffnung von Kaesong

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Nord- und Südkorea verhandeln weiter über Wiedereröffnung von Kaesong

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Vertreter von Nord- und Südkorea haben an diesem Mittwoch über die Modalitäten für die Wiedereröffnung des gemeinsamen Industriekomplexes Kaesong verhandelt. Am Wochenende hatten sie sich grundsätzlich darauf verständigt, die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen, doch die Einzelheiten waren noch zu klären. Nordkorea hatte den Komplex nach wachsenden Spannungen wegen seiner Raketenstarts im April geschlossen. Nun konnten südkoreanische Fabrikbesitzer ihn zum ersten Mal wieder inspizieren.

Der Vorsitzende des zuständigen Unternehmerverbandes sorgte sich über den Zustand der Anlagen angesichts des langen Stillstands bei starkem Regen. Nach der Inspektion müsse man entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die Schließung über drei Monate kostete nach südkoreanischen Angaben über eine Milliarde US-Dollar. Südkorea fordert vom Norden ein Abkommen, das eine weitere Schließung künftig verhindert.

Über hundert südkoreanische Fabriken sind in Kaesong angesiedelt und mehr als 50.000 nordkoreanische Arbeiter dort beschäftigt. Der Komplex gilt als Symbol der Annäherung der beiden Staaten und ist für Nordkorea ein wichtiger Devisenbringer.