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Royal Mail soll an die Börse

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Royal Mail soll an die Börse

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Die staatliche britische Post steht vor der Privatisierung. Laut dem Wirtschaftsministerium soll die Mehrheit der altehrwürdigen Royal Mail, deren Geschichte auf Heinrich VIII. zurückgeht, bis Ende März 2014 an die Börse gebracht werden. Für Großbritannien ist es eine der größten Privatisierungsaktionen der letzten Jahrzehnte. Zwar arbeitet die Royal Mail nach Restrukturierungsmaßnahmen mittlerweile profitabel, aber ihre Geschäfte gehen zurück und sie gilt im internationalen Vergleich als wenig konkurrenzfähig.

Beim Börsengang wird das Unternehmen mit bis zu 3,5 Milliarden Euro bewertet. Zehn Prozent der Aktien sollen für die rund 150.000 Postangestellten reserviert werden. Für sie würden keine Kosten entstehen, hieß es, sofern sie die Papiere drei Jahre lang behielten. Die Gewerkschaften allerdings sind skeptisch. Sie befürchten, dass auf die Mitarbeiter schlechtere Arbeitsbedingungen zukommen und drohten bereits mit Streiks.