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Übergewichtige Kinder in den USA: Generation XXL

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Übergewichtige Kinder in den USA: Generation XXL

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Die USA haben ein dickes Problem: 35 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner sind übergewichtig. Die First Lady Michelle Obama hat dem Fett den Kampf angesagt. Am Dienstag veranstaltete sie ein Essen für Kinder im Weißen Haus, um für gesunde Mahlzeiten in der Schule und zu Hause zu werben.

Ihr Ehemann, Präsident Barack Obama, schaute auch kurz vorbei und lobte die jungen US-Bürger: “Macht weiter so. Ihr seid ein gutes Beispiel für die Kinder und Jugendlichen im ganzen Land, denn Ihr ernährt euch gesund, Ihr macht Sport, Ihr seid aktiv und geht auch auf den Spielplatz.”

Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, würde 2030 die Fettleibigkeitsrate in den USA rund 50 Prozent betragen. Die Kinder übernehmen die schlechten Essgewohnheiten ihrer übergewichtigen Eltern. Dr. Andrea Hulse-Johnson zufolge müsste das ganze Land dringend umdenken: “Falls wir das Problem der Fettleibigkeit bei Kindern nicht angehen, werden chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten häufiger auftreten. Das sind die großen Probleme für unser Land.” Sie fügte hinzu:
“Wenn jemand schon in jungen Jahren an diesen chronischen Krankheiten leidet, dann wird er immer Medikamente nehmen müssen und seine Lebensdauer wird kürzer sein.”

Die Fettleibigkeit ihrer Bürger kommt die USA teuer zu stehen: Die Kosten für die Behandlung von chronischen Krankheiten könnten pro Jahr um bis zu 66 Milliarden US-Dollar ansteigen. Unser Korrespondent Stefan Grobe erklärt: “Experten schlagen Alarm. Bei US-amerikanischen Kindern hat sich Fettleibigkeitsrate innerhalb einer Generation verdreifacht. Dies könnte zu einer Explosion der bereits hohen Gesundheitskosten führen und so die Zukunft der USA gefährden.”