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Ägyptens wichtige Weizenvorräte nehmen offenbar ab

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Ägyptens wichtige Weizenvorräte nehmen offenbar ab

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Ägyptens wichtige Weizenvorräte haben offenbar stark abgenommen. Seit Februar hatte das Land keinen Weizen mehr gekauft: Jetzt spricht der zuständige Minister der abgesetzten Regierung davon, es sei nur noch eine halbe Million Tonnen Importweizen da. Dazu kämen drei Millionen Tonnen aus einheimischer Ernte. Insgesamt sind das Vorräte für rund zwei Monate.

Der Preis für das Grundnahrungsmittel Brot wird in Ägypten stark gestützt. Das Land ist der größte Weizenimporteur der Welt; jedes Jahr kauft es zehn Millionen Tonnen. Der Einfuhrweizen muss dem eigenen Weizen zugegeben werden, weil der alleine sich nicht gut backen lässt.

Die Welternährungsorganisation warnt jetzt vor möglichen Engpässen bei Nahrungsmitteln. Sie verweist auf Ägyptens schwache Wirtschaft und einen Mangel an Devisen. Allerdings haben Länder wie Saudiarabien und die Emirate Ägypten jetzt, nach dem Regierungswechsel, Milliardensummen an Geschenken und Darlehen versprochen. Dank diesem Geld kann sich das Land auch mit einer schwachen Wirtschaft wohl längere Zeit über Wasser halten.

Mit neuen Weizenkäufen müsste es aber schnell gehen, damit die Lieferungen rechtzeitig in die Getreidemühlen gelangen. Die abgesetzte Regierung hatte außerdem vor kurzem noch 180.000 Tonnen Weizen gekauft, die im August geliefert werden.