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Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt und steigt und steigt...

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Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt und steigt und steigt...

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Griechenlands Arbeitsmarkt liefert weiterhin einen Negativ-Rekord nach dem anderen: Im April stieg die Arbeitslosenquote erneut, von 26,8 Prozent im März auf 26,9 Prozent. Zum Vergleich: In der gesamten Eurozone liegt die Quote im Schnitt bei 12,2 Prozent. Besonders problematisch ist nach wie vor die Jugendarbeitslosigkeit: Die Quote in diesem Bereich beträgt 57,5 Prozent und ist damit höher als in Spanien und Portugal. Zudem gibt es immer mehr Langzeitarbeitslose – zwei von drei Arbeitssuchenden haben seit mehr als zwölf Monaten keinen Job. “Die Lage ist schrecklich, ganz schrecklich”, klagt ein 50-jähriger Mann, der seit zwei Jahren erwerbslos ist. “Wir sind alle zur Revolution bereit, wir sind am Ende. Überall hungern Menschen, sie suchen im Müll nach etwas zu essen. Was ist nur aus diesem Land geworden?”

Täglich finden sich Hunderte Griechen zu Demonstrationen zusammen. Am Donnerstag zogen Kommunalbedienstete und Lehrer durch die Straßen Athens, einige verursachten mit Motorrädern ein Verkehrschaos. Die wirtschaftliche Lage wird sich wohl noch verschlimmern: Experten befürchten, dass das griechische Bruttoinlandsprodukt 2013 um fast fünf Prozent schrumpfen und die Arbeitslosenquote noch weiter steigen wird.