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Handyspiele-Boom in China

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Handyspiele-Boom in China

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Spiele-Apps für Smartphones sind auf der ganzen Welt beliebt. In China ist der Trend aber besonders angesagt. Der chinesische Markt hat jüngst die 350 000 000 Dollar Marke überschritten – und das schon im ersten Quartal des Jahres.

Experten zufolge ist ein Ende noch nicht in Sicht.

Yodo 1 ist ein Spielehersteller aus Peking. Die Firma arbeitet mit europäischen Entwicklern zusammen.

Henry Fong ist Vorsitzender des chinesischen Spieleherstellers Yodo1 – und kommt der Arbeit kaum noch nach:
“Dem chinesischen Markt geht es richtig gut, er wächst und wächst. Entwickler von mobilen Spielen können diesen Markt nicht mehr ignorieren.”

Firmen wie Yodo1 sind für Entwickler aus dem Westen äußerst wichtig. Die Komplexität des Marktes benötigt lokale Ratschläge, um den Verkauf der Handyspiele zu gewährleisten.

Gameloft ist eine französische Firma für Handyspiele, die sich 2003 in Peking niederließ. Nach anfänglichen Turbulenzen hat sie ihren Platz auf dem Markt gefunden.

Eric Tan ist Manager von Gameloft:
“Im Vergleich zu anderen Sektoren der Unterhaltungsindustrie wächst die Handyspieleindustrie unaufhörlich. Die Erträge von Online- und Handyspielen sind teilweise sogar höher als die von Film, Fernsehen und Musik.”

In China wächst nicht nur die Anzahl der Spielenutzer, es gibt dort auch immer mehr Entwickler.

Viele chinesische Städte hat das App-Fieber schon ergriffen.
Im Checku Café in Peking versuchen junge Entwickler auf Investoren zu treffen. Hier haben schon einige Smartphone-Spiele einen Abnehmer gefunden, so Spieleentwickler Li Zongsheng:
“Viele Chinesen stehen unter großem Stress. Handyspiele sind ein sehr gutes Mittel, um Zeit totzuschlagen oder um das Stresslevel zu senken.”

Grund für den Boom: in China gibt es immer mehr Menschen, die ein Smartphone besitzen. Die günstigsten Modelle kosten dort rund 160 Euro. Für Handyspiele ist der chinesische Markt deswegen eine Goldmine.