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Juncker: Verteidiger Europas und des Euro

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Juncker: Verteidiger Europas und des Euro

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Daheim wirft man Mister Euro vor, er habe sich jahrelang von Europa vereinnahmen lassen und seine Aufgaben als Regierungschef vernachlässigt. In Brüssel hingegen ist man froh, dass Juncker acht Jahre lang Chef der Euro-Gruppe war und dass er die europäische Sache immer mit Nachdruck verteidigt hat. “Sein Einfluss auf Europa ist viel größer als der anderer Regierungschefs”, so der Politikwissenschaftler Pascal Delwit von der Freien Universität Brüssel. “Er hat die europäischen Angelegenheiten vorangebracht. Es ist nicht das gleiche, ob man Ministerpräsident eines Staates mit einigen Hunderttausend Einwohnern ist, oder deutsche Kanzlerin oder Präsident Frankreichs.” Auch die luxemburgische Europaabgeordnete Astrid Lulling schätzt Junckers Einsatz für Europa: “Das Amt als Chef der Eurogruppe hat ihm viel Zeit geraubt, doch mir gab es Zuversicht, dass er sich mit der Eurogruppe und dem Euro befasste, denn es ging auch um mein eigenes Geld. Und nicht zuletzt ist das Überleben der Gemeinschaftswährung auch für Luxembourg wichtig.” 2009 wäre Mister Euro gerne der erste ständige Präsident des Europäischen Rates geworden. Andere europäische Lichtgestalten hätten das verhindert, kommentierte Juncker einmal. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.