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Einmalig: Seit 50 Jahren Lebensmittelkarten in Kuba

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Einmalig: Seit 50 Jahren Lebensmittelkarten in Kuba

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Das ist einmalig in der jüngeren Geschichte: In Kuba gibt es seit genau 50 Jahren Lebensmittelkarten. Die Mehrheit des Landes ist immer noch auf das “Bezugsbüchlein” angewiesen. Das System legt fest, in welcher Menge und wie oft bestimmte Dinge gekauft werden dürfen. Ursprünglich wurde es von Fidel Castro geschaffen, wegen der US-Sanktionen gegen Kuba.

Die Rentnerin Berena Rodriguez meint: “Ich mag Fidel. Alles ist gut. Wenn es keine Zuteilungen geben würde, würden einige essen und andere nicht. Einige sagen, die Karten sollen abgeschafft werden aber das glaube ich nicht.”

Der amtierende Präsident Raul Castro ist ein Gegner dieses Systems. Er will statt der allgemein Zuteilungen gezielte Unterstützungen für Bedürftige. Das Parlament hat bereits für eine schrittweise Abschaffung der Lebensmittelkarten gestimmt.

Die Rentnerin Hilda Fajardo sagt: “Die Regierung schaffte die Lebensmittelkarten nicht ab, als sie die Chance dazu hatte: Als man alles bekam und es billig war. Nun da es nichts gibt und alles teuer ist, wie soll es da ohne gehen?”

Reis, Bohnen und Eier gehören u.a. zu den Produkten, die über das System bezogen werden können. Die Regierung des Landes liberalisiert seit einigen Jahren vorsichtig die Wirtschaft, so will sie den Mangel bekämpfen.