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Erneut Massenproteste in Brasilien -- Zehntausende folgen Aufruf der Gewerkschaften

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Erneut Massenproteste in Brasilien -- Zehntausende folgen Aufruf der Gewerkschaften

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Gut zwei Wochen nach den jüngsten Massenprotesten in Brasilien haben wieder Zehntausende an Demonstrationen in den größten Städten des Landes teilgenommen. Diesmal wurden die Proteste von den Gewerkschaften organisiert, die von den Demos im vergangenen Monat ausgeschlossen waren.

Vereinzelt kam es zu Ausschreitungen. In Rio setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein. Eine übertriebene Reaktion, findet ein älterer Herr, den an dem Protest teilgenommen hat: “Hier kämpfen Arbeiter, gewöhnliche Leute für ihre Rechte”, erklärt er. “Die Polizei hatten keinen Grund, ihnen Tränengas ins Gesicht zu feuern. Meine Frau und ich mussten vor dieser Tränengaswolke flüchten.”

“Die kümmern sich nicht um uns”, schimpt ein anderer Demonstrationsteilnehmer. “Sie wollen nur ihr Geld ausgeben, aber die Bevölkerung soll keine Gesundheitsvorsorge haben, keine Bildung. Sie behandeln die Menschen wie Vieh.”

Vor den Protesten hatten die Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen. Neben Gesundheit und Bildung gehören zu den zentralen Forderungen die Verringerung der Wochenarbeitszeit von 44 auf 40 Stunden ohne Lohneinbußen sowie finanzielle Verbesserungen für Rentner.