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Freihandelsgespräche zwischen USA und EU machen Pause

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Freihandelsgespräche zwischen USA und EU machen Pause

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Die Freihandelsgespräche zwischen den USA und der EU gehen in die Sommerpause. Am Montag hatten die Verhandlungen um die Bildung der weltgrößten Freihandelszone in Washington begonnen – im Oktober sollen sie in Brüssel fortgesetzt werden. Derzeit tauschen die EU und die USA täglich Waren und Dienstleistungen im Wert von rund zwei Milliarden Euro aus, und künftig soll es noch mehr werden. “Ziel ist ein ambitioniertes Handels- und Investitionsabkommen”, erläuterte EU-Chefverhandler Ignacio Garcia-Bercero, “das die transatlantische Wirtschaft beflügeln und mehr Jobs und stärkeres Wachstum für Europa und Amerika bringen soll.”

Die USA hoffen vor allem auf eine Aufbesserung ihrer schlechten Außenhandelsbilanz, die EU erwartet eine Konjunkturbelebung. Eines der Hauptthemen der ersten Woche war der transatlantische Derivatehandel – ein Thema, um das EU und USA schon lange Zeit gestritten hatten. Nun wurde ein Kompromiss beschlossen, wonach die Regeln für ausländische Banken nicht ganz so streng ausfallen wie ursprünglich geplant. Eine US-Bank kann künftig etwa eine europäische Börse nutzen, um mit Derivaten zu handeln, und umgekehrt. Der Wert des globalen Derivatemarktes wird auf die stolze Summe von rund 500 Billionen Euro geschätzt.