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Schweres Zugunglück in Frankreich

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Schweres Zugunglück in Frankreich

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Bei einem schweren Zugunglück in der Nähe von Paris sind mindestens sechs Menschen getötet worden, Dutzende weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Zahlreiche Reisende sind noch in umgestürzten Waggons eingeklemmt. Präsident François Hollande reiste umgehend zum Unglücksort. Nach Angaben der französischen Staatsbahn SNCF waren etwa 370 Menschen in dem Zug. Er entgleiste aus noch ungeklärter Ursache im Bahnhof von Brétigny-sur-Orge. Der Ort liegt 40 Kilometer südlich von Paris.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der aus Paris kommende Intercity-Zug mit hoher Geschwindigkeit in den Bahnhof gefahren. Kurz darauf wurde er aus noch ungeklärter Ursache in zwei Teile gerissen. Während der eine Zugteil weiterrollte, krachte der andere auf den Bahnsteig. Mehrere Waggons schoben sich ineinander. Die zuständige Präfektur löste den Alarmplan Rot aus. Er soll dafür sorgen, dass sich Rettungskräfte und Krankenhäuser so gut wie möglich auf viele Opfer einstellen.

Nach Auffassung der französischen Staatsbahn SNCF könnte eine fehlerhafte Weichenstellung schuld am Unglück sein. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Der Zug war am Nachmittag im Pariser Bahnhof Austerlitz losgefahren und befand sich auf dem Weg nach Limoges.