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Taliban-Opfer fordert Bildung für alle Kinder

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Taliban-Opfer fordert Bildung für alle Kinder

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Die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai hat am Freitag vor der Jugendvollversammlung der Vereinten Nationen in New York umfangreiche Schulbildung für Kinder gefordert. Ihr Schicksal hatte vor einem Jahr weltweit Erschütterung ausgelöst. Weil sie sich für Schulbildung von Mädchen eingesetzt hatte, war sie im pakistanischen Swat-Tal von Taliban-Kämpfern angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden.

“Am 9. Oktober 2012 schossen mir die Taliban in den Kopf. Sie schossen auch auf meine Freunde. Sie dachten, ihre Kugeln würde uns zum Schweigen bringen. Aber sie hatten keinen Erfolg. Aus dieser Stille erhoben sich tausende Stimmen. Die Terroristen glaubten, dass sie mich stoppen könnten. Aber nichts hat sich für mich geändert außer, dass Schwäche, Angst und Hoffnungslosigkeit starben und Stärke, Macht und Mut geboren worden”.

“Ich bin gegen niemanden. Ich bin nicht hier, um persönliche Rache zu üben gegen die Taliban oder andere Terrororganisationen. Ich bin hier, um mich das Recht eines jeden Kindes auf Bildung auszusprechen”, sagte Malala.

Im Anschluss an ihre Rede überreichte Malala UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Petition überreichen, in der alle UN-Mitgliedsstaaten aufgerufen werden, sich mehr um Bildung zu kümmern. Das Büro des ehemaligen britischen Premierministers Gordon Brown unterstützt Malala. Brown ist Sondergesandter der Vereinten Nationen für globale Bildung.