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Gewaltsamer Tod eines schwarzen Jugendlichen: Schütze freigesprochen

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Gewaltsamer Tod eines schwarzen Jugendlichen: Schütze freigesprochen

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Der Fall spaltet die USA: Der Todesschütze des schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin ist freigesprochen worden. Die Geschworenen in Florida erklärten den Angeklagten George Zimmerman für unschuldig.

Die Mitglieder der Jury kamen zu dem Schluss, dass er weder des Mordes, noch des Totschlags an dem unbewaffneten Jugendlichen schuldig sei. “Die Anklage gegen George Zimmerman war eine Schande”, so sein Strafverteidiger. “Ich bin froh, dass die Jury verhindert hat, dass sich diese Tragödie in eine Farce verwandelt.”

Zimmerman ist Mitglied einer Bürgerwehr und war in der Schicksalsnacht auf Patrouille unterwegs. Er behauptete anschließend, er sei von Martin angegriffen worden und habe aus Notwehr gehandelt.Die Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude reagierten empört auf das Urteil.

Mehrere Organisationen haben bereits aus Sorge vor gewaltsamen Ausschreitungen zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. “Das ist empörend”, so eine Demonstrantin. “George Zimmerman ist ein kaltblütiger Mörder. Er ist ein Rassist, er belästigte Trayvon und brachte ihm um.” Ein Anderer meinte: “Meine größte Enttäuschung ist, dass die ganze Welt weiß, dass George Zimmerman einen Mord begangen hat.”

Der Fall hatte in den USA eine Rassismus-Debatte ausgelöst. Selbst US-Präsident Barack Obama hatte sich geäußert und unter anderem gesagt: “Wenn ich einen Sohn hätte, würde er wie Trayvon aussehen.”