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Budapest versus IWF: Viszontlátásra, Madame Lagarde!

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Budapest versus IWF: Viszontlátásra, Madame Lagarde!

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Ungarn will den Internationalen Währungsfonds aus dem Land werfen. In einem Schreiben an IWF-Chefin Christine Lagarde forderte der Chef der ungarischen Notenbank, György Matolcsy die Schließung des IWF-Büros in Budapest. In dem Brief heißt es, man halte eine ständige IWF-Vertretung in Ungarn für nicht mehr notwendig. Denn, so Matolcsy, Budapest werde den im Jahr 2008 erteilten Kredit des IWF in Höhe von 20 Milliarden Euro bis Jahresende vollständig zurückzahlen. Zudem liege das Haushaltsdefizit unter drei Prozent und die Staatsverschuldung sinke.

Mit dem Schritt will die Regierung vor den Parlamentswahlen im kommenden Jahr ihre Unabhängigkeit betonen – zumal ihr Verhältnis zum IWF stets angespannt war: Nach Erhalt des Kredits weigerte sich Ungarn, die Sparauflagen des IWF zu erfüllen und verbat sich wiederholt Einmischungen in seine Souveränität.