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Chinas Konjunktur wächst langsamer - aber immer noch ordentlich

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Chinas Konjunktur wächst langsamer - aber immer noch ordentlich

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Die chinesische Wirtschaft verliert weiter an Fahrt – wenn auch nicht so deutlich wie befürchtet. Im zweiten Quartal wuchs das chinesische Bruttoinlandsprodukt um nur mehr 7,5 Prozent, unter anderem auch wegen der Krise in Europa, die die Exporte im Reich der Mitte einbrechen ließ.

Chinas Wachstum verlangsamt sich schon seit geraumer Zeit. Im zweiten Quartal 2011 lag das Plus noch bei 9,5 Prozent, im gleichen Zeitraum 2012 sank es auf 7,6 und nun auf 7,5 Prozent – das entspricht dem von Peking vorgegebenen Jahresziel für die chinesische Konjunktur. Dennoch sehen Wirtschaftsexperten noch lang keinen Grund zur Beunruhigung. “Das schnelle Wachstum in den vergangenen 30 Jahren hatte vor allem einen Grund: nämlich die sehr günstigen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt”, meint Zuo Xiaolei von China Galaxy Securities. “Das hat sich nun geändert. Meiner Meinung nach tritt China in eine neue wirtschaftliche Phase ein und das bedeutet, dass auch die Geschwindigkeit unseres Wirtschaftswachstums sich entsprechend anpassen wird.”

Auch die Pläne der chinesischen Regierung, die einen Umbau der exportorientierten Wirtschaft hin zu mehr Binnenwachstum anstrebt, beeinflussen die Zahlen. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass die Inlandsnachfrage Fahrt aufnimmt und die Konjunktur im zweiten Halbjahr stärker stützen könnte: Die Umsätze im Einzelhandel stiegen im Juni um 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, nachdem sie schon im Mai kräftig zugelegt hatten.