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Mücken-Atlas statt Spray: Die neue Waffe gegen die kleinen Biester

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Mücken-Atlas statt Spray: Die neue Waffe gegen die kleinen Biester

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Derzeit kann es draußen in den Wäldern sehr ungemütlich werden: Die Mücken sind los! Einige Regionen sind davon besonders betroffen, wie etwa Auwald nahe Leipzig. Die Gegend war besonders von der Flut betroffen. Einige Behörden arbeiten an Strategien, mit denen sie die Plage eindämmen wollen.

Und dann gibt es noch Leute wie Iris Kröger, die durch die Wälder spazieren und sich den kleinen Biestern ausliefern – zum Wohle der Wissenschaft. Kröger forscht an einer nachhaltigen Kontrolle der Mückenpopulation. Dazu lässt sie sich u.a. stechen und zählt dann die Bisse.

“Ich denke, man muss auch in gewisser Weise tolerieren, 
dass die Mücke halt da ist. Und natürlich kommt sie nach 
solchen extremen Ereignissen verstärkt hervor, aber sie 
geht ja auch wieder weg. Insofern, ein bisschen Ruhe 
bewahren”, rät die Wissenschaftlerin.

Die Menschen in Niederösterreich haben da eine andere Ansicht. Sie haben entlang der March Maßnahmen ergriffen, nachdem es Warnungen gab wegen einer Mückenplage in den kommenden Wochen. Hubschrauber wurden eingesetzt, die Insektenschutzmittel versprühten.

Das Mittel, das zum Einsatz kam, nennt sich BTI, es ist eine Bakterienart. Umweltgruppen kritisieren den Einsatz. Andere europäische Länder benutzen das Mittel allerdings ebenfalls. Iris Kröger fängt derweil weiter Mücken. Sie installiert alle zehn Tagen neue Fallen in den Wäldern.Zwischen 50 und 1500 Insekten können so innerhalb eines Tages gefangen werden.

Sie werden im Mückenatlas vermerkt, der alle Arten dieses Insekts in Deutschland erfasst. Bislang sind 49 Arten bekannt, die meisten von ihnen sind aber harmlos. Aber einige können gefährliche Krankheiten übertragen. Wissenschaftler wollen nun herausfinden, wo diese Arten leben.