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Neue Enthüllungen bringen Rajoy in Bedrängnis

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Neue Enthüllungen bringen Rajoy in Bedrängnis

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Mit Spannung wird erwartet, wie der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy auf die neuen Enthüllungen in der Schwarzgeldaffäre reagiert. Der im Gefängnis sitzende, ehemalige Schatzmeister der Volkspartei, Luis Bárcenas, soll der Zeitung “El Mundo” SMSe zugespielt haben. Aus Regierungskreisen verlautete zwar, man zweifle die Echtheit der SMSe an. Bárcenas wolle sich rächen. Er steht im Verdacht, auf Auslandskonten 48,2 Millionen Euro versteckt zu haben.

Der von “El Mundo” veröffentlichte SMS-Wechsel von Rajoy und Bárcenas sollen zeigen, dass Rajoy den Ex-Schatzmeister noch nach Beginn des Ermittlungsverfahrens unterstützte. Außerdem veröffentlichte “El Mundo” einen Kontoauszug, aus dem hervorgeht, dass auch Rajoy die Schwarze Kasse genutzt hat. Ein Eintrag weist für Rajoy 2 Millionen Peseten, rund 6.000 Euro nach.

Die Sozialisten forderten den Rücktritts Rajoys als Regierungschef. Parteichef Alfredo Pérez Rubalcaba beschuldigte Rajoy der Lüge: “Es ist klar, dass wir uns in einer unerträglichen Lage befinden. Der Ministerpräsident beschädigt das Ansehen Spaniens und die demokratischen Institution, und deshalb muss er zurücktreten”, verlangte Rubalcaba.

Trotz immer wiederkehrender Proteste liegt die Volkspartei in den Meinungsumfragen noch immer vor den oppositionellen Sozialisten. Auch die plagen sich mit einem Korruptionsskandal in ihrer Hochburg Andalusien.