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Proteste nach Freispruch für Zimmermann

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Proteste nach Freispruch für Zimmermann

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Nach dem Freispruch für den Todesschützen George Zimmerman, der einen schwarzen Jugendlichen erschossen hatte, ist es in mehreren US-Städten zu Demonstrationen gekommen. In New York gingen rund 2.000 Menschen auf die Straße. US-Präsident Barack Obama rief zu Ruhe und Besonnenheit auf. Die Geschworenen hätten entschieden, die USA seien ein Rechtsstaat. Vor allem Schwarze sind entrüstet über das Urteil des Schwurgerichtes in Florida.

“Ich habe ein Kind. Ein schwarzes Kind in New York. Ich finde, ich musste hierher und habe alle aufgefordert mitzukommen und Widerstand leisten und unser Missfallen zu zeigen”, sagt Schriftstellerinn Staceyann Chinn.

“Wenn ein weißer Jugendlicher von einem Schwarzen ermordet worden wäre, hätte man ihn freigesprochen? Verdammt, nein. Man hätte ihn lebenslänglich oder für 150 oder 200 Jahre. Es ist einfach ungerecht”, meint der Jugendliche Bryson Hoover-Hankerson.

Nach 16 Stunden Beratung hatten die sechs weiblichen Geschworenen befunden, dass die Tötung eines 17-jährigen Schwarzen durch Zimmermann in Notwehr geschah. Zimmerman ist ein Hispano-Amerikaner und hatte den Jugendlichen im Februar 2012 erschossen, als er für eine Bürgerwehr auf Patrouille war.