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Umweltschützer dringen auf Gelände von Kernkraftwerk vor

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Umweltschützer dringen auf Gelände von Kernkraftwerk vor

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Für Umweltschützer ist das französische Kernkraftwerk Tricastin eines der unsichersten im ganzen Land: Um darauf aufmerksam zu machen, sind Greenpeaceaktivisten heute früh auf das Gelände von Tricastin vorgedrungen. Außerdem wurden ein Riss und mehrere Botschaften auf einen Reaktor projiziert.

Gut zwanzig Umweltschützer wurden bis zum Vormittag festgenommen. Andere haben sich offenbar an mehreren Stellen angekettet. Nach Behördenangaben gelangte keiner der Aktivisten in wichtige Bereiche des Kraftwerks.

Tricastin besteht aus vier Druckwasserreaktoren von je 900 Megawatt Leistung. Es ging 1980 in Betrieb. Fast 1400 Menschen arbeiten hier.

Frankreich gehört bei der Kernkraftnutzung zu den führenden Ländern der Welt. Auch hier will die Regierung den Einsatz aber verringern: Bis 2025 soll der Anteil der Kernkraft an der Gesamtenergie von jetzt drei Vierteln auf die Hälfte sinken.

Konkret beschlossen ist bisher jedoch nur die Stilllegung des Kraftwerks Fessenheim nahe der deutschen Grenze bis 2017. Umweltschützer verweisen darauf, dass für das
ehrgeizige Regierungsziel innerhalb der nächsten Jahre weitaus mehr Reaktoren geschlossen werden müssten – darunter auch die Meiler von Tricastin.