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Kein Silberstreif am Horizont für Europas Autobauer

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Kein Silberstreif am Horizont für Europas Autobauer

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Die europäische Autoindustrie steckt in der Krise fest – und die jüngsten Zahlen geben weiterhin keinen Anlass zu großem Optimismus. Laut dem europäischen Branchenverband wurden im Juni in der EU um 5,6 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als noch einen Monat zuvor – damit fiel der Absatz auf den niedrigsten Juni-Stand seit 1996. Auch im gesamten ersten Halbjahr ergibt sich ein dickes Minus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor allem für französische Hersteller sieht es mit minus 11,2 Prozent düster aus, aber in Italien ist die Lage kaum besser und selbst Deutschlands Autobauer spüren die Krise immer deutlicher. Nur in Großbritannien legten die Autoverkäufe kräftig zu, unter anderem wegen niedriger Kreditzinsen und zahlreicher Sonderangebote der Hersteller und Händler.

Die bislang erfolgsverwöhnten deutschen Autobauer müssen sich auf raueren Wind einstellen. Nur Daimler konnte seine Verkäufe steigern, BMW und Opel hingegen verzeichneten ein deutliches Minus und sogar Volkswagen verkaufte weniger Fahrzeuge. Ganz anders ist die Lage in den USA und in China: Dort gehen die Absatzzahlen weiterhin deutlich nach oben.