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Mexikos Drogenboss "Z-40" geht der Polizei ins Netz

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Mexikos Drogenboss "Z-40" geht der Polizei ins Netz

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Die mexikanische Polizei hat den Boss eines der berüchtigsten Drogenkartelle, Los Zetas, festgenommen. Nach monatelanger Verfolgung seiner Spur stellten die Beamten Miguel Ángel Treviño Morales alias “Z-40” und zwei Begleiter auf einer Landstraße nahe seiner Heimatstadt und der Grenze zu den USA. Sie beschlagnahmten außerdem zwei Millionen US-Dollar in bar und Waffen.

Die USA hatten fünf Millionen Dollar auf die Ergreifung des Mannes ausgesetzt, Mexiko über zwei Millionen. Ein Sprecher des Innenministeriums nennt die lange Liste der Vergehen: “Sieben Haftbefehle sind für Treviño Morales von Bundesrichtern ausgestellt worden, und er ist in mindestens zwölf frühere Fälle verwickelt. Ihm wird unter anderem organisiertes Verbrechen vorgeworfen, Mord, Vergehen gegen die körperliche Unversehrtheit, Folter, Geldwäsche und Import von Waffen, die nur von der Armee benutzt werden.”

Das Kartell Los Zetas gilt als eins der blutrünstigsten, auf sein Konto geht neben Drogenhandel Bandenkriminalität, Entführung und Mord an Immigranten auf dem Weg in die USA, Lösegeld- und Schutzgelderpressung.

Treviño Morales hatte die Führung des Kartells übernommen, nachdem sein Vorgänger im Oktober 2012 von Soldaten getötet worden war. Anders als seine Vorgänger ist er kein früherer Militärangehöriger. Seine Festnahme ist für Präsident Enrique Peña Nieto in dessen ersten sieben Monaten Amtszeit ein erster großer Erfolg im Kampf gegen die Drogenkriminalität.