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Myanmars Präsident verspricht Freilassung politischer Gefangener


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Myanmars Präsident verspricht Freilassung politischer Gefangener

Der Staatspräsident von Myanmar, Thein Sein, hat die Freilassung aller politischen Gefangenen bis Jahresende versprochen. Sein hält sich zu zweitägigen Gesprächen mit der britischen Regierung in London auf. Bei der Unterredung mit Premierminister David Cameron ging es um Handelsfragen, Entwicklungshilfe und Menschenrechte. In einer Rede vor einer Denkfabrik sagte Sein, er hoffe auf einen baldigen Waffenstillstand.

Vertreter der Rohingya, der muslimischen Minderheit Myanmars, demonstrierten gegen den Besuch Seins. Sie werfen den Militärs von Myanmar vor, Völkermord an den Rohingya zu verüben: “Trotz des Wissens über rekordverdächtige Menschenrechtsverletzungen in Burma, ethnische Säuberung der Rohingyas und der hohen Wahrscheinlichkeit, dass Burma das nächste Ruanda wird, rollt man ihm hier den roten Teppich aus”, beklagt sich Ahmed Jarmal, der Generalsekretär der Rohingya-Organisation.

Nach Meldungen über die Vergewaltigung einer Buddhistin im Juni vergangenen Jahres ist es im Bundesstaat Rakhaing zu Pogromen gegen die Rohingya gekommen. Mindestens 237 Menschen wurden getötet, rund 150.000 flohen oder wurden vertrieben. Bei der Mehrzahl der Opfer handelt es sich um Moslems. In dem an Bangladesch grenzenden Bundesstaat leben rund 800.000 Rohingya.

Die Rohingya werden von den Vereinten Nationen als die „am meisten verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Militäraktionen und Gewaltakten gegen sie. Seit der Unabhängigkeit Burmas im Jahr 1948 mussten etwa eineinhalb Millionen Rohingya das Land verlassen.

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