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Ausgehandeltes Strafmaß für Costa-Concordia-Kapitän?

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Ausgehandeltes Strafmaß für Costa-Concordia-Kapitän?

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Die Verteidiger des Costa-Concordia-Kapitäns Francesco Schettino haben vor Gericht ein ausgehandeltes Strafmaß von drei Jahren und fünf Monaten Haft beantragt, um den Prozess zu beschleunigen. Dieser wurde an diesem Mittwoch in Grosseto in der Toskana fortgesetzt – in einem Theater, um die große Zahl von Zeugen und Nebenklägern unterzubringen. Schettino wurden an diesem zweiten Prozesstag die von den Ermittlern aufgelisteten Versäumnisse vorgehalten.

Die Staatsanwaltschaft lehnte den Vorschlag der Verteidiger ab. Der Richter habe noch nicht darüber entschieden, erklärte Schettinos Anwalt später.
Mit einem früheren Vorschlag zu einem ausgehandelten Strafmaß war die Verteidigung ebenfalls gescheitert.

Schettino ist bislang der einzige Angeklagte. Ob fünf weitere Beschuldigte ohne Prozess mit einem ausgehandelten Strafmaß davonkommen, entscheiden die Richter voraussichtlich am Samstag.

Schettino sei nur der Kapitän gewesen und die Verantwortung müsse auf die ganze Reederei verteilt werden, zumindest auch auf die Geschäftsleitung, meint ein Anwalt von Geschädigten und Hinterbliebenen.

Das Wrack der Costa Concordia, das immer noch vor der Insel Giglio liegt, soll im September geborgen werden. Die Reederei hat zugestimmt, eine Million Euro Strafe zu zahlen, um einen strafrechtlichen Prozess zu vermeiden.