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Die Ikone Nelson Mandela

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Die Ikone Nelson Mandela

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Im Juni 1988 sitzt Nelson Mandela seit 25 Jahren im Gefängnis. Er ist bereits weit über die Grenzen Südafrikas bekannt, überall auf der Welt setzen sich Menschen für ihn ein. Zu seinem 70. Geburtstag fordern Künstler auf einem Konzert in London seine Freilassung, Simple Minds singen das Lied “Mandela Day”.

Zwei Jahre später, am 11. Februar 1990, wird Mandela tatsächlich aus der Haft entlassen. Seine Freilassung wurde durch die Wahl von Frederik de Klerk zum Staatschef 1989 erleichtert. Der Freiheitskämpfer hält eine pazifistische Rede, der Wunsch nach Vergeltung ist ihm fremd, er will Versöhnung für sein Land.

Mandela als der schwarze Begründer einer Gesellschaft mit Gleichberechtigung der Rassen, de Klerk als der weiße Totengräber der Apartheid: Gemeinsam erhalten die zwei Männer 1993 den Friedensnobelpreis.

Im Mai 1994 wird Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Bei seiner Vereidigung am 10. Mai ruft er die Regenbogengesellschaft aus, in der sowohl weiße als auch schwarze Südafrikaner gemeinsam in Frieden leben sollen. 2004 zieht sich Mandela schließlich aus der Politik zurück. Doch er setzt sein Ansehen weiterhin weltweit ein, im Kampf für Gerechtigkeit.

Nelson Mandela, ein Name, der wie kaum ein anderer mit Freiheit und Frieden verbunden ist. Deswegen erklärt die UNESCO den 18. Juli, Mandelas Geburtstag, von 2010 an zum Internationalen Mandela-Tag. Der Kämpfer für die Rechte der Schwarzen, der Versöhner der südafrikanischen Gesellschaft und das Symbol für Freiheit und Frieden: Mandela gilt international als Held, er ist weltweit eine Ikone.