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EU will Gebühren für Zahlungen mit Kreditkarte senken

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EU will Gebühren für Zahlungen mit Kreditkarte senken

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Bezahlen mit der Kredit – oder Kontokarte – eine alltägliche Transaktion, für die Gebühren fällig werden. Eben diese Gebühren nimmt sich nun die EU-Kommission vor. Sie sollen zwar nicht komplett abgeschafft, aber zumindest begrenzt werden, auf 0,2 Prozent des Zahlbetrags bei Debit- und 0,3 Prozent bei Kreditkarten. Zunächst soll die Deckelung nur für grenzüberschreitende Zahlungen gelten, nach zwei Jahren auch für Transaktionen im Inland.

Derzeit sind die Gebühren von Land zu Land unterschiedlich. In Dänemark etwa betragen sie für das Bezahlen mit der EC- oder Bankkarte nur 0,1, in Polen hingegen 1,6 Prozent. Bei Kreditkarten sieht es ähnlich aus: In Frankreich werden 0,5 Prozent der Transaktionssumme fällig, in Deutschland stolze 1,8 Prozent.

Für die Kartenindustrie sind die Pläne der EU ein harter Schlag. Die Kommission schätzt, dass die Einnahmen aus Kreditkartengebühren in der EU von derzeit 5,7 auf 3,5 Milliarden Euro sinken würden. Bei EC- oder Bankkarten würden die Gebühren um rund 50 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurückgehen. Bereits vor rund sechs Jahren hatte die EU-Kommission die Gebühren für Bank- und Kreditkarten in Europa kritisiert: Diese würden gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und die Kosten für Händler und Verbraucher in die Höhe treiben.