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Griechen protestieren gegen Entlassungen im öffentlichen Dienst

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Griechen protestieren gegen Entlassungen im öffentlichen Dienst

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Vor der Parlamentsabstimmung über Massenentlassungen im öffentlichen Dienst Griechenlands sind tausende Staatsbedienstete auf die Straßen gegangen. Unter dem Motto “Generalstreik – Wir sind Menschen, keine Zahlen”, legten nach Gewerkschaftsangaben viele Beschäftigte im ganzen Land die Arbeit nieder.

Das griechische Parlament berät und entscheidet am heutigen Mittwoch über ein umstrittenes Gesetz, auf dessen Grundlage 15.000 Staatsbedienstete entlassen werden sollen. Die Billigung des Gesetzes könnte zu einer Zerreißprobe für die Koalitionsregierung aus Konservativen und Sozialisten werden.

Kommunalpolizisten, die ganz oben auf der Entlassungsliste stehen, erzeugten ohrenbetäubenden Lärm vor dem Parlament. Es entstand ein Verkehrschaos. Gewerkschafter Nikolas Koutsoukis sagt: “Die Abgeordneten stehen vor einer schweren Entscheidung. Sie müssen wählen, zwischen der Troika und dem griechischen Volk.”

Die Auswirkungen der Streiks waren in der Urlaubs-Hochsaison vielerorts zu spüren. Zahlreiche Museen und antike Stätten blieben geschlossen. Die Züge fuhren nicht. Einige Buslinien in Athen wurden über Stunden bestreikt. Behinderungen gab es auch im Inlandsflugverkehr.