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Indien: 22 Kinder sterben an vergiftetem Schulessen

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Indien: 22 Kinder sterben an vergiftetem Schulessen

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Zweiundzwanzig Kinder sind in Indien an vergiftetem Schulessen gestorben; im Bundesstaat Bihar sorgt das jetzt für Empörung. Aufgebrachte Menschen fordern die Bestrafung der Verantwortlichen.

Dreißig weitere Kinder liegen mit Lebensmittelvergiftung immer noch im Krankenhaus, dazu der Schulkoch, der das Essen zubereitet hatte. Die Ursache dieser Vergiftung ist unbekannt.

Die Grundschüler hatten in einer staatlichen Schule das übliche kostenlose Mittagessen bekommen. Solche Mahlzeiten bezahlt der Staat für viele Millionen Kinder; vor allem sollen damit arme Eltern dazu gebracht werden, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Im Essen seien wohl Phosphorsäureester gewesen, sagt ein Arzt im Kreiskrankenhaus. Diese Ester würden als Schädlingsmittel eingesetzt und seien sehr gefährlich. Schon kleine Mengen seien für kleine Kinder tödlich. Vom Zustand der Kinder zu schließen müssten im Essen große Mengen dieses Giftes gewesen sein.

Ob wirklich solche Schädlingsmittel im Essen und der Grund für die Todesfälle waren, sollen nun Essenproben und die Obduktionen der Kinder klären.