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Nach holprigem Auftakt: Prozess gegen Costa-Concordia-Kapitän fortgesetzt

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Nach holprigem Auftakt: Prozess gegen Costa-Concordia-Kapitän fortgesetzt

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Der Prozess gegen den Costa-Condordia-Kapitän Francesco Schettino hat nun “richtig” begonnen. Der Auftakt war vergangene Woche wegen eines Anwaltstreiks in Italien nach kurzer Zeit abgebrochen worden. Schettino werden fahrlässige Tötung, Körperverletzung und Verlassen des Schiffes noch während der Evakuierung vorgeworfen. Der Prozess wurde in ein Theater verlegt, weil allein mehr als sechshundert Zeugen und Nebenkläger unterzubringen sind.

Sein Mandant sei jederzeit seiner Verantwortung nachgekommen, erklärt Schettinos Anwalt Francesco Pepe. Es sei nur fair, ihn gemäß seiner Pflichten als Kapitän zu behandeln. Als Kapitän sei er zu Recht die Bezugsperson. Aber es sei nicht richtig, ihm Dinge anzulasten, die außerhalb seiner Verantwortlichkeit lagen.

Bei der Havarie im Januar 2012 waren 32 Menschen ums Leben gekommen. Zwei werden immer noch vermisst. Schettino ist bislang der einzige Angeklagte, fünf weitere Beschuldigte kommen voraussichtlich mit einer vorab ausgehandelten Strafe davon.
Das Wrack soll im September vom Unglücksort vor der Insel Giglio weggezogen werden, doch bestehen weiter Zweifel an der technischen Machbarkeit.