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Auf den Tag genau vor 88 Jahren: „Mein Kampf“ erstmals im Handel


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Auf den Tag genau vor 88 Jahren: „Mein Kampf“ erstmals im Handel

Am 18. Juli 1925 ist der erste Band von Hitlers „Mein Kampf“ im Franz-Eher-Verlag erschienen.
Die politisch-ideologische Programmschrift wurde von Adolph Hitler während seiner Haftzeit verfasst. 1923 hatte er versucht mit einem Putsch von Bayern aus die Weimarer Republik zu stürzen. Der Putschversuch aber misslang.
Obwohl das Buch auch autobiographische Elemente enthält, werden vorwiegend Hitlers politische und ideologische Ansichten veranschaulicht.
Mit der Schrift verfolgte er unter anderem das Ziel, seinen Anspruch auf die Führung der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) zu untermauern, das jüdische Volk als den Feind und die Überlegenheit des Arier darzustellen, sowie einen Gegenentwurf zum Marxismus zu präsentieren. Die wichtigsten Forderungen, die in seinem Programm gestellt werden, von denen auch einige realisiert wurden, sind: der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, die Gewinnung neuen Lebensraumes für das deutsche Volk und eine Abänderung des nationalen Sozialismus unter dem Slogan „Rassenkampf statt Klassenkampf“.

Die Kampfschrift war nicht auf Anhieb ein Erfolg. In den ersten fünf Jahren verkauften sich nur 23.000 Kopien. Bis 1935 hingegen kam es zu einem rasanten Anstieg der Verkaufszahlen: an die 1,5 Millionen Kopien wurden in Umlauf gebracht. Ab 1936 schenkte der Staat sogar jedem frisch verheirateten Paar ein Exemplar als Hochzeitspräsent. Zu Ende des Zweiten Weltkrieges konnte in jedem zweiten Haushalt in Deutschland ein Druck von „Mein Kampf“ gefunden werden.
Insgesamt wurde die Programmschrift in 16 Sprachen übersetzt.

Auch an einem 18. Juli:
Am 18. Juli 1898 wird der französische Schriftsteller Emile Zola nach London ins Exil geschickt. Er hatte zuvor Felix Faure, Präsident der Republik, in seinem Brief, mit dem Titel „J’accuse…!“ („Ich beschuldige“), öffentlich attackiert.

Am 18. Juli 1921 wird der Wirkstoff der BCG-Impfung gegen Tuberkulose entdeckt.

Am 18. Juli 1817 verstirbt die britische Schriftstellerin Jane Austen am Krankenbett.

An einem 18. Juli geboren:
1909: Andreï Gromyko, der 10. Präsident der UdSSR
1918: Nelson Mandela, Nobelpreisträger und Symbol im Kampf gegen die Apartheid
1950: Richard Branson, Gründer von Virgin.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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