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Brutale Gewalt oder Ästetik, "Only God Forgives"

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Brutale Gewalt oder Ästetik, "Only God Forgives"

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“Only God Forgives” spielt in Bangkok und läuft diese Woche in den USA und in Deutschland an. In der Hauptrolle spielt Kristin Scott-Thomas eine kettenrauchende Mutter, die Rache für den Tod ihres Sohnes schwört.

Hollywood-Star Ryan Gosling arbeitete wie schon bei “Drive” mit Regisseur Nicolas Winding Refn zusammen und beschreibt, was ihn an der Rolle fasziniert:

Ryan Gosling, Schauspieler:
“Meine Rolle ist kein traditioneller Charakter. Er hat eigentlich keine Vergangenheit und auch keine Zukunft. Auf diese Rolle kann man sich nicht wie sonst vorbereiten, um sie zu spielen. Sie ist eine Art Hilfsmittel für das Publikum, um die Welt die Nicolas schuf zu erleben.”

Bei seiner Weltpremiere in Cannes wurde der Film wegen der brutalen Gewaltszenen scharf kritisiert.

Kristin Scott Thomas, Schauspielerin:
“Es ist eigentlich nicht eine Frage der Sympathie für diesen Film. Entweder lassen Sie sich auf diese Reise ein, oder eben nicht. Bei diesem Projekt mitzuwirken ist Nervenkitzel und davon gibt es nicht viele Filmemacher. Die meisten wollen alle zufrieden stellen und viel Geld einspielen, aber das ist hier anders.”

Die Reaktionen in Cannes reichten von Buhrufen bis zum Boykott. Lob gab es für die visuelle Ästhetik.Welche Lehren zieht der Regisseur daraus?

Nicolas Winding Refn, Regisseur:
“Was ich gelernt habe? Nicht sehr viel, außer einfach nicht so viel über die Meinungen anderer Menschen nachzudenken.”

“Only God Forgives” mit Ryan Gosling in der Hauptrolle läuft ab 18.Juli im Kino.