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Geraubte Gemälde aus Rotterdam offenbar tatsächlich verbrannt

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Geraubte Gemälde aus Rotterdam offenbar tatsächlich verbrannt

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Die gestohlenen Gemälde aus Rotterdam sind wohl tatsächlich verbrannt worden – Werke zum Beispiel von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Claude Monet. Das hatte schon die Mutter eines der mutmaßlichen rumänischen Räuber ausgesagt, die selber als Komplizin angeklagt ist.

Jetzt spricht auch der Museumsleiter Ernest Oberländer-Tarnoveanu davon, dass bei der Frau in der Ofenasche Reste etwa von Malerfarben, Leinwand oder Bildernägeln gewesen seien. Mitarbeiter seines Nationalmuseums für Rumänische Geschichte waren mit den Untersuchungen betraut.

Warum sonst könnte wohl etwas wie Bleizinngelb in dieser Asche sein, fragt Oberländer-Tarnoveanu rhetorisch. Das sei ein ganz seltener Farbstoff, der dort überhaupt nichts zu suchen habe.

Bei dem Bilderraub waren letzten Oktober sieben Gemälde aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen worden. Dem Museum zufolge waren die Meisterwerke zusammen zwischen fünfzig und hundert Millionen Euro wert. Nächsten Monat beginnt in Rumänien ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Täter und vier Komplizen.

Nach einem Bericht des rumänischen Fernsehsenders B1 TV waren die Kunsträuber nach
einer ersten Hausdurchsuchung in Panik geraten; zudem hätten sie für das Diebesgut keine Käufer finden können. Vor der Verbrennung habe die Frau die Bilder zunächst noch auf einem Friedhof vergraben.