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"Große Schritte": Schäuble lobt griechische Anstrengungen

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"Große Schritte": Schäuble lobt griechische Anstrengungen

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Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat bei seinem Besuch in Athen die Bemühungen Griechenlands zur Bewältigung der Krise gelobt. Er attestierte dem Land, bereits “große Schritte” gemacht zu haben. Es gebe keine Alternative, als den steinigen Weg zu gehen.

Zugleich warnte Schäuble vor einem zweiten Schuldenschnitt. “Ich möchte Sie bitten, diese Diskussion nicht fortzuführen. Sie bringt Griechenland nichts. Es wurde Einigkeit über das Sparprogramm erreicht – das war schwer genug”, sagte er.

Athens Innenstadt war weiträumig abgesperrt und mit einem Demonstrationsverbot belegt worden. U-Bahn-Stationen wurden geschlossen, mehr als 3500 Polizisten waren im Einsatz. Der deutsche Finanzminister ist für viele Griechen ein rotes Tuch. Dass die Handelskammer, in der er sprach, derartig abgeriegelt wurde, stieß auf heftige Kritik.

“Wer ist Herr Schäuble, dass die griechischen Bürger nicht gegen seinen Besuch und seine Politik demonstrieren dürfen? Was ist das für ein Regime, das die Innenstadt und sogar die Straßen rund um den Flughafen sperrt, nur damit Herr Schäuble nicht die Schreie seiner Opfer hört?”, so Panagiotis Lafazanis von der Syriza-Partei.

Das griechische Parlament hatte am Mittwoch ein neues Sparpaket verabschiedet, das unter anderem ein Gesetz umfasst, mit dem 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen werden können. Begleitet wurde diese Entscheidung von wütenden Protesten.