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Nordkorea fordert sein Schiff zurück - Panama wartet auf UN-Inspektoren

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Nordkorea fordert sein Schiff zurück - Panama wartet auf UN-Inspektoren

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Das mit Waffen für Nordkorea beladene Schiff, das in Panama festgehalten wird, sorgt für handfesten Streit zwischen beiden Ländern: Panama zog nach Angaben eines Behördenmitarbeiters die Visa für die nordkoreanischen Diplomaten zurück, die zur Klärung anreisen sollten, weil Nordkorea das Verhalten der panamaischen Ermittler als “voreilig” kritisiert hatte.

Gegen die Mitglieder der Besatzung habe man jetzt Anklage erhoben. Die meisten von ihnen hätten von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht. Es sei eine schwierige Aufgabe gewesen, weil die Männer nicht die spanische Sprache beherrschten, erklärte der Anti-Drogen-Ermittler Javier Caraballo. Ursprünglich war auf dem Schiff nach Drogen gesucht worden.

Nordkorea drängte erneut auf Herausgabe des Schiffes und Freilassung der Crew und insistierte, dass es veraltete Waffen und Raketen seien, die vertragsgemäß von Kuba zur Reparatur geschickt worden seien. Panama will es aber den für August erwarteten Experten der Vereinten Nationen überlassen, zu prüfen, ob der Transport gegen UN-Sanktionen verstieß.

Derweil wird das Schiff entladen, was sich über Tage hinziehen könnte, da die Besatzung laut der Regierung die Stromversorgung an Bord kappte. Unter zehntausenden Tonnen Zucker sollen verschiedene Raketenteile, zwei Flugzeuge des Typs MiG-21 und Flugzeugmotoren versteckt gewesen sein.