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Russland: Beschwerde nach Nawalny-Urteil, kommt er doch noch frei?

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Russland: Beschwerde nach Nawalny-Urteil, kommt er doch noch frei?

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Die Verurteilung des Putin-Gegners Alexej Nawalny hat in Moskau und anderen russischen Städten für Proteste gesorgt. Das Gericht im russischen Kirow hatte den 37-Jährigen am Donnerstag der Veruntreuung für schuldig befunden. Das Strafmaß: fünf Jahre Lagerhaft.

Demonstrant:

“Das ist ungesetzlich, eine politische Entscheidung von oben. Wenn wir das hinnehmen, kann es jeden von uns treffen.”

Nawalny soll 2009 in einem staatlichen Forstbetrieb rund 400 000 Euro unterschlagen haben. Der Oppositionsführer hielt dagegen: Der Prozess sei rein politisch motiviert und solle ihn mundtot machen.
Justizbeamte legten Nawalny noch im Gerichtssaal Handschellen an und führten ihn ab. Russlands Generalstaatsanwalt hat inzwischen Beschwerde gegen die Inhaftierung eingelegt. Mit der Begründung, das Urteil sei noch nicht rechtskräftig. Solange dies nicht der Fall sei, könne sich Nawalny zumindest in Kirow frei bewegen. Das dortige Gericht wird am Freitag über die Beschwerde befinden.

Nawalnys Ehefrau Julia:
“Wir bauen auf Ihre Unterstützung. Das wichtigste ist jetzt, dass wir mit unserer Arbeit fortfahren. Und uns solidarisch zeigen mit Piotr Ofizerow und Alexej. Letztlich werden wir gewinnen und alles wird gut.”

Das Urteil gegen Nawalny rief nicht nur in Russland Kritik hervor.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete das Strafmaß von fünf Jahren als unverhältnismäßig. Die USA vermuteten eine “offensichtliche politische Motivation” dahinter.