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Australien schiebt Bootsflüchtlinge nach Papua-Neuguinea ab

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Australien schiebt Bootsflüchtlinge nach Papua-Neuguinea ab

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Australien will künftig alle Bootsflüchtlinge, die an seinen Küsten an Land gehen, nach Papua-Neuguinea bringen. Der australische Premierminister Kevin Rudd zeichnete ein entsprechendes Abkommen mit dem Regierungschef von Papua-Neuguinea Peter O’Neill ab. Allein dieses Jahr kamen 15.000 Asylsuchende nach Australien.

“Unsere beiden Regierungen wollen dafür sorgen, dass unsere Nachricht klar und deutlich bei den Netzwerken, die Menschen schmuggeln, und bei den Kriminellen in Australien, die sie unter Umständen unterstützen, ankommt. Die Hoffnungen, die sie ihren Kunden machen, sind nichts weiter als falsche Hoffnungen,” so Rudd.

Die neue Regelung soll nach Angaben des Einwanderungsministeriums mit sofortiger Wirkung in Kraft treten. Erst am Dienstag war ein Boot vor der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel gekentert. Vier Flüchtlinge starben.