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Spanien: Handgreifliche Proteste gegen Rajoy

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Spanien: Handgreifliche Proteste gegen Rajoy

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Bei Protesten gegen Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy ist es in Madrid zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige Demonstranten festgenommen. Nicht nur in Madrid, auch in Valencia und Barcelona gingen zahlreiche Menschen auf die Straßen, um den Rücktritt des Ministerpräsidenten zu fordern – friedlich.

Auch der Sitz von Rajoys konservativer Volkspartei PP in Madrid war Ziel der Proteste. Rajoy soll laut dem ehemaligen PP-Schatzmeister Luis Barcenas in den Jahren 2008 bis 2010 Schwarzgeld angenommen haben. Rajoy streitet das ab. Er forderte statt dessen politische Stabilität, doch viele im Volk fordern Antworten und Konsequenzen.

Ein Demonstrant sagte: “Ein Regierungschef, der gelogen hat, der illegale Gewinne gemacht hat, während er seinen Beruf ausübte, als er Minister war, darf nicht Spanien regieren. Dieser Mann muss zurücktreten, es muss Neuwahlen geben, denn die PP steht nicht mal mehr für die, die sie gewählt haben.”

Barcenas sitzt wegen angeblicher Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft. Von dort aus machte er seine Aussagen zu Rajoy und zur PP, die laut Barcenas Spenden von Bauunternehmern nicht gemeldet haben soll.