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US-Autostadt Detroit ist pleite - keine Hilfe aus Washington

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US-Autostadt Detroit ist pleite - keine Hilfe aus Washington

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Detroit ist pleite. Seit Jahrzehnten
erlebt die “Motor City” einen beispiellosen Niedergang, Schulden in
Milliardenhöhe haben sich seither angehäuftt. Jetzt hat die Stadt im US-Bundesstaat Michigan die Notbremse gezogen und offiziell Insolvenz angemeldet. Es ist die größte Städtepleite in der Geschichte der USA.

“Fremde denken, Detroit ist eine Müllhalde. Kein Respekt, es ist jetzt eine Müllhalde”, sagt ein Einwohner, “Das große, alte Detroit kann keine eigenen Geschäfte mehr machen. Das ist traurig.” Und ein anderer meint:
“Nun, sie hatten genug Zeit, das zu regeln. Ich denke – wie man so sagt – wenn man es nicht selbst hinkriegt, macht es eben ein anderer.”

Eine Garantie, dass die mit 18 Milliarden Dollar verschuldete Stadt durch ein mehrmonatiges Insolvenzverfahren wieder auf die
Beine kommt, gibt es allerdings nicht.

Peter Henning von der Wayne-Universität meint, das Schicksal Detroits liege nun ganz in der Hand des Bundesrichters. Die Entscheidungen lägen nicht mehr in den Händen derjenigen, die vorher etwas zu sagen gehabt hätten. Es sei nunmehr ein Bundesrichter, der entscheide, wer wieviel Geld bekomme.

Auf Unterstützung der US-Regierung kann Detroit nicht zählen. Die Schwierigkeiten müssten vor Ort gelöst werden, sagte eine Sprecherin
von US-Präsident Barack Obama. Das Weiße Haus beobachte die Lage aber sehr genau.