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Weniger Geld für die belgische Königsfamilie

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Weniger Geld für die belgische Königsfamilie

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Das belgische Königshaus muss künftig kürzertreten. Eine neue Reform für die Finanzen der royalen Familie sieht Abstriche bei den Unterhaltszahlungen vor. Steuern wird die königliche Familie in Zukunft ebenfalls bezahlen müssen. Nur künftige oder ehemalige Monarchen sollen demnach noch Staatsgelder bekommen, so die grobe Regel.

Das Budget des belgischen Königshauses ist für jeden einsehbar:
10,6 Millionen Euro stehen jährlich zu Verfügung. Etwa zwei Drittel werden für Gehälter ausgegeben, der Rest für Wohnungen, Staatsbesuche, Elektrizität und Autos.

Doch die Zahlen trügen: Mehr als die Hälfte der königlichen Ausgaben werden von diversen Ministerien übernommen.
Die versteckten Kosten betragen etwa 18,8 Millionen Euro.

Außerdem erhalten die ehemalige Königin Fabiola und die Königskinder fürstliche Dotationen. Diese werden mit der Reform ebenfalls gekürzt.
Die Mitglieder werden zwar weiterhin Geld erhalten, doch weit weniger als zuvor – sie werden nebenher arbeiten müssen.

Die “Pension” der Ex-Königin Fabiola war der größte Streitpunkt: Fast anderthalb Millionen Euro erhält sie jährlich. Jetzt soll sie nur noch ein Drittel davon erhalten.
Der künftige König Philippe wird rund eine Million pro Jahr erhalten. Seine Schwester und sein Bruder, die keine offizielle Funktion innehaben, erhalten etwa 300 000 Euro pro Jahr.

Die belgische Monarchie kostet rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Mit der Reform wird etwa eine Million eingespart.

Die königliche Familie verfügt außerdem über ein persönliches Vermögen. Dazu gehören unter anderem Grundbesitz in Südfrankreich und eine Jacht.

Experten zufolge beträgt das gesamte persönliche Vermögen der Königsfamilie etwa eine Milliarde Euro. Da sind aber noch nicht Besitztümer wie Möbel und Schlösser mit eingerechnet. Diese sind weitere 780 Millionen Euro wert.

Die Mitglieder der königlichen Familie werden also auch nach der Reform sicherlich nicht auf der Straße leben müssen.