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Ägypten: Proteste für und gegen Mursi gehen weiter

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Ägypten: Proteste für und gegen Mursi gehen weiter

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In Ägypten haben erneut haben Anhänger des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi demonstriert, erneut forderten sie seine Wiedereinsetzung. Auch in anderen Orten gingen Mursi-Anhänger, aber auch dessen Gegner auf die Straßen. In einer Stadt im Nildelta kamen bei Auseinandersetzungen beider Lager zwei Menschen ums Leben. In Kairo hingegen blieb es weitgehend friedlich.

Ein Mursi-Anhänger sagte: “Präsident Mursi muss zurückkommen, er ist ein legitimer und gewählter Präsident. Seine Rückkehr bedeutet die Rückkehr zur Verfassung und zum Schura-Rat. Wir wollen Sicherheit und dass Ägypten vereint ist.”

Vor dem Präsidentenpalast in Kairo und auf dem Tahrir-Platz liefen die Gegner Mursis auf. Sie drängen unter anderem darauf, die angekündigten Neuwahlen bald abzuhalten.

Ein mursikritischer Demonstrant: “Ich denke, dass am Ende die Freiheit und das Nationalgefühl gewinnen werden, aber wenn es eine politische Gruppe gibt, die mit Blutvergießen regieren und ihre Ziele so erreichen will, dann zeigt das, dass wir keine Demokratie in Ägypten haben.”

Die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt waren weiter hoch, Soldaten trennten die beiden Lager voneinander. An manchen Stellen waren Panzer postiert. Bereitschaftspolizisten sicherten Präsidentenpalast und Tahrir-Platz.

euronews-Reporter Mohammed Shaikibrahim: “Die beiden Protestgruppen auf dem Rabea-Adawija-Platz und dem Präsidentenpalast mögen räumlich nur wenige Meter voneinander entfernt sein, doch der politische Streit hat einen großen Graben zwischen ihnen aufgerissen, der sie politisch weit trennt.”