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Obama äußert sich zum Fall Trayvon Martin - USA-weite Proteste angekündigt

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Obama äußert sich zum Fall Trayvon Martin - USA-weite Proteste angekündigt

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Knapp eine Woche nach dem Prozess um den getöteten schwarzen Teenager Trayvon Martin hat sich US-Präsident
Barack Obama überraschend zu dem Fall geäußert. Der unbewaffnete Martin war im Februar 2012 von George
Zimmerman, Mitglied einer Bürgerwehr in Florida, rschossen worden. Eine Jury hatte Zimmerman vom Vorwurf des
Mordes und Totschlags freigesprochen.

Afroamerikaner erfülle der umstrittene Freispruch des Todesschützen George Zimmerman auch deshalb mit Schmerz, weil sie selbst eine “Reihe von Erfahrungen” gemacht hätten, sagte Obama im Weißen Haus. Schwarze Männer in den USA seien es gewohnt, dass man sich vor ihnen fürchte, so der erste dunkelhäutige Präsident der Vereinigten Staaten. Nur wenige Afromerikaner hätten noch nicht die Erfahrung gemacht, dass sie beim Einkaufen verfolgt würden. Vor seiner Wahl zum Senator des US-Staats Illinois habe Obama selbst erlebt, wie Autofahrer in seiner Nähe ihre Türen verriegelten.Nur wenige Afroamerikaner hätten noch nicht selbst erlebt, dass Frauen nervös ihre Handtasche umklammerten und die Luft anhielten, wenn ein Schwarzer in der Nähe sei.

Für diesen Samstag waren in mehreren US-Städten Proteste angekündigt. Bürgerrechtler wollen die Regierung dazu bewegen, den Fall als
Zivilprozess neu aufzurollen. Die Bürgerrechtsbewegung “National
Action Network” unter dem schwarzen Bürgerrechtler Al Sharpton kündigte an, in 100 US-Städten zu demonstrieren.